Frühjahrsausfahrt 2006
Zwei Tage in der Toskana des Nordens

Schon im letzten Jahr hatten wir ein Highlight zur Frühlingsausfahrt - das Meilenwerk – in Berlin mit anschließendem Besuch des Babelsberger Filmparks. Dies galt es in diesem Jahr zu toppen.

Als echte Alfisti und „halbe Italiener“ entschieden wir uns im Wonnemonat Mai in die „Toskana“ zu fahren. Toskana – ist das nicht ein „bisschen“ weit für 2 Tage? Wir nahmen daher die Route in die Mitte Deutschlands – in die Saale-Unstrut-Region . Diese Region der Burgen und des Weines wurde einst vom Bildhauer Max Klinger als „Toskana des Nordens“ benannt, und da haben wir die erreichbare „Toskana“ mit dem Vorgeschmack auf Wein und Sommer.
Schon in aller Früh mußte jeder aufstehen, war doch der Treffpunkt 09.30 Uhr im Alfa Autohaus Schönebeck in Magdeburg.

Nach einem Kaffee - gesponsert vom Autohaus – gab es von Andreas einen Routenplan und eine CD zur musikalischen Einstimmung auf die „italienische Reise“.
Die Tour führte zunächst durch die flache Magdeburger Börde vorbei an der Lutherstadt Eisleben in Deutschlands nördlichstes Weinanbaugebiet. Erstes Ziel sollte die alte Bischofsstadt Naumburg mit dem weltberühmten Dom sein.

Leider hatte unser Führungsfahrzeug mit Andreas nicht daran gedacht, dass neben Alfisti auch noch Eisenbahnmodellfreunde im Alfa-Konvoi waren, und so fuhr er am Haltepunkt „Siersleben“ der Mannsfelder Bergwerksbahn einfach vorbei. – Schade, wo er doch selber ein aktiver Modellbahner ist.
Für den ersten Halt sorgte dann unser „kleiner“ Luca – 3 Jahre - . Er hatte lange ausgehalten, aber nun mußte der doch den Rasen „gießen“. Er hatte es gut – wir Frauen drückten alles zusammen.

Nun ging es weiter entlang der 60 km langen Weinstraße in Richtung Naumburg. Bei der Durchfahrt von Freyburg konnten wir schon erahnen was uns am 2. Tag erwartet. Es war Weinfest, die Sonne strahlte und schon beim Durchfahren der engen Gassen spürten wir die herrliche Atmosphäre.
Unser erstes Ziel , den Naumburger Dom St. Peter und Paul erreichten wir gegen 12 Uhr. Die Führung begann um 13 Uhr. Zeit genug um unsere Alfas direkt vor dem Dom für ein Fotoshooting aufzureihen. Da stauten die Besucher nicht schlecht, als sich 6 Alfas im Halbkreis direkt vor den Dom arrangierten und sich mit der Clubfahne und Lucas „Alfa-Teddy“ auf der Kühlerhaube präsentierten.


Vor dem Naumburger Dom

Nach der sehr guten kulturhistorischen Führung durch den Dom, präsentiert von einer jungen Studentin, ging es dann in Richtung „Himmelreich“.

Doch halt, mal eine Frage aus dem Kreuzworträtsel – wer ist eine der 12 mittelalterlichen Stifterfiguren im Naumburger Dom? -- Uta --. Diese Dame konnten wir im Dom bestaunen.

Nun zurück zum Himmelreich – es liegt über dem herrlichen Saaletal bei Bad Kösen. Direkt gegenüber trutzen die sagenumwobenen Ritterburgen „Rudelsburg“ und die „Saaleck“. Das Himmelreich – eine Gaststätte klebt regelrecht am Weinberg. Trotz des jetzt trüben und windigen Wetters, entschlossen wir uns auf der Terrasse unsere mittlerweile hungrigen Mägen zu laben. Es war ein zu schöner Ausblick. Nach dem sehr guten Essen führte uns Andreas etwas abseits der Hauptstraße auf eine sehr schönen Strecke entlang der Saale. Für Markus in seinem etwas tiefer gelegten 156 war das leider nicht so ideal, weil etwas schmal und holprig.


Blick vom Himmelreich ins Saaletal auf die Rudelsburg und Burg Saaleck

Ziel waren die Dornburger Schlösser. Den herrlichen Park des Renaissance-Schlosses und des Rokokoschlosses, indem schon Goethe wandelte, konnten wir leider nicht mehr genießen – dicke Wolken zogen über das Tal und zwangen uns Abschied zu nehmen. Jetzt waren wir aber k.o. von soviel Kultur.
Luca schlief schon einmal im Auto auf dem Parkplatz vor und Opa Klaus verblüffte andere Ausflügler. War er doch im Alfa durch die dunklen Scheiben für keinen sichtbar – so staunte manch einer über bestimmte Reaktionen beim näheren Betrachten der aufgereihten Alfas, wenn es piept und blinkt und es ist keiner zu sehen. Auf dem Parkplatz verabschiedete sich auch Familie Schmidt, ein Gastteam aus Schönebeck, die sich auf Hinweis des Autohauses Schönebeck bei Andreas gemeldet hatten. Sie waren einfach begeistert – vielleicht neue Clubmitglieder??


Dornburger Schloss

Nachdem wir Quartier im Euroville Naumburg bezogen hatten, ließen wir den Abend im Restaurant „Carlos Magnus“ des Hotel „Stadt Aachen“ bei einem reichhaltigen Abendessen und Wein ausklingen. Am 28.05.2006 erwartete uns ein weiteres Highlight – Freyburg, die Stadt der Winzer und Sektkelterer. --- Und die Sonne lacht ---


Euroville in Naumburg

Die Schönheit und die Anmut der durch den Terrassenweinbau geprägten Landschaft versprühte einen mediterranen Zauber. Unter Bewahrung alter Traditionen mit moderner Technologie werden hier Spitzenweine angebaut. Ein besonderes Erlebnis war die Besichtigung und die Sektverkostung im Gewölbekeller der Rotkäppchen Sektkellerei Freyburg in unmittelbarer Nähe des größten geschnitzten Weincuvee-Fasses Deutschlands.
Hier wären wir gern etwas länger geblieben.

Was lag näher als das sich jeder zum Abschluß als Andenken an diese schöne Weinregion, aus der Vielfalt von ca. 30 Weinen, einige Flaschen in einer Weinhandlung auszusuchen und dann zu Hause an diesen gelungenen Frühjahrsausflug zu denken.

Ein ganz herzliches Dankeschön an Andreas, der eine gute Nase für das Schöne hatte und eine gelungene Organisation bewies.


Auf die gelungene Fahrt!

 

 


Vor der Rotkäppchen Sektkellerei