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Die Geschichte des Alfa Romeo 156


"Der Alfa 156 hat seiner Marke zu einem schnelleren Comeback verholfen, als ich erwartet habe. Ich halte Alfa Romeo für eine der stärksten Marken der Welt. Und das genügt: Ein Auto, und die ganze Welt glaubt wieder an sie. Ich glaube nicht, dass das mit einer anderen Marke zu schaffen wäre."

(Ferdinand Piech, Enkel von Ferdinand Porsche)

Ein großes Lob aus berufenem Munde.

 

Tatsächlich bedeutet der Alfa 156 so etwas wie einen Neuanfang für Alfa Romeo.

Als der bildschöne Viertürer 1997 auf dem Markt erschien, polierte er in aller Eile den Glanz des Alfa-Logos auf: Die Limousine heimste zahlreiche Preise ein, Leserwahlen bedeutender Fachmagazine gewann er ebenso wie das von internationalen Fachleuten vergebene Gütesiegel "Auto des Jahres".

Doch damit nicht genug: Er eroberte die Herzen vieler Autofahrer im Sturm. Darunter waren auch die Alfisti, die sich zuvor sorgten, dass Alfa Romeo nach Eingliederung in den FIAT-Konzern nicht zu seinen alten Tugenden zurückfinden würde.

Der unter Ägide des Centro-Stile-Chefs Walter da Silva entstandene Alfa 156 überzeugte sie vom Gegenteil. Während sein Vorgänger, der Alfa 155, noch unter Zeitdruck direkt nach der Privatisierung des ehemaligen Staatsbetriebs entstand und so zahlreiche sicht- und fühlbare Parallelen zu den Schwestermodellen von Lancia und FIAT aufwies, konnte der Alfa 156 in aller Ruhe reifen.

Der Alfa 145 deutete 1995 an, in welche Richtung sich Alfa Romeo wieder bewegen würde, doch unter der Haube fand sich anfangs mit dem Boxermotor noch ein direktes Überbleibsel aus der Alfasud- und 33-Ära.

Die DTM/ITC-Erfolge des Alfa 155 bewiesen die Konsequenz, mit der die FIAT-Verantwortlichen weitere Blätter in den riesigen Lorbeerkranz der Marke einflechten wollten. Geliebt wurde die mit ihrer Keilform die Linie von Giulietta und Alfa 75 fortführende Limousine aus dem Jahr 1992 jedoch nur von den Eingefleischten - wie alle Modelle der achtziger Jahre, als Alfa Romeo wirtschaftlich an der Wand stand.

So ist der Alfa 156 der erste richtige Alfa Romeo der Neuzeit.

Eineinhalb Automobilgenerationen nach der Privatisierung des einstigen Staatskonzerns findet Alfa Romeo dank liebevoller Pflege wieder zu seinen alten Tugenden zurück.

Bereits erste Erlkönig-Fotos ließen das aufregende Design des neuen Mittelklasse-Alfa erkennen, der ersten Gerüchten nach auf den Namen "Nuova Giulietta" getauft werden sollte.
Und als der Alfa Romeo 156 zwar nicht unter dem historischen Namen 1997 auf der IAA in Frankfurt Premiere feierte, erfüllten sich alle Wünsche auf einmal.

Die sportlich knapp geschnittene Mittelklasselimousine vereinte nun wirklich alle Tugenden, die sich das Publikum von einem Alfa Romeo erträumt. Mit seiner geduckten Karosserie, einer markanten Front mit großem Scudetto und elegant fließenden Linien entzückte er Fachwelt und Publikum gleichermaßen.

Der Alfa 156 steht so dynamisch, satt und selbstbewußt auf der Straße.

Die drehfreudigen Vierventil-Vierzylinder mit Doppelzündung reiften nach 36.541 Teststunden, 3.124.567 Prüfstandskilometern und 6.900.245 Testkilometern zu der Güte, die dem TwinSpark-Konzept zu neuem Ruhm verhalf. Dazu kam noch ein neuer V-Sechszylinder mit 24 Ventilen und 190 PS, der ein Jahr nach dem Debüt als Topmodell nachgeschoben wurde. Dieser 2,5-Liter bellt so herzerfrischend und kernig, dass er noch im Jahr 2000 von einer fachkundigen Jury zum "Motor des Jahres" gekürt wird.

Aber auch für die sparsamen Alfisti hat Alfa Romeo zwei Leckerbissen. Als erster Hersteller der Welt starteten die Mailänder beim Alfa 156 mit einer neuen Generation von Dieselmotoren. Common Rail heißt jene Einspritztechnik, die der FIAT-Konzern gemeinsam mit Bosch entwickelte und die eine außerordentliche Leistungsausbeute mit extrem sparsamen Dieselkonsum kombiniert. Beide Varianten, ob nun als 1,9-Liter mit anfangs 105 PS (ab Herbst 2000 mit 110 PS) oder als kerniger 2,4-Liter-Fünfzylinder mit 136 PS (später 140 PS), geizen so perfekt mit dem Treibstoff und rennen so willig, dass Alfisti plötzlich zu Dieselfans wurden.


JTD 1.9

Zum ersten mal seit den Fünfzigern kam Alfa Romeo bei der Produktion dem Kundenansturm nicht nach, sodass Lieferfristen bis zu neun Monaten entstanden.

Über Lieferfristen ärgern mussten sich auch die ersten Interessenten des Alfa 156 Sportwagon. Er ist die praktischere Variante des Alfa 156. Nicht nur wegen des besser zugänglichen Kofferraums, sondern auch wegen seines intelligenten, modular nutzbaren Verstaukonzepts und der gewachsenen Kopffreiheit im Fond. Eine perfekte Symbiose von Form und Funktion.







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