Die Technik der Giulia und der
gesamten 105/115er Baureihe ist eine konsequente Weiterentwicklung
der Vorgängerbaureihe 101. Die Motoren wurden im Grundprinzip
übernommnen und fallen von außen nun hauptsächlich
durch ihre hammerförmige und verrippte Ölwanne auf. Allen
Motoren gemeinsam sind der Zylinderblock aus einer Aluminium-Legierung
mit nassen Grauguß-Laufbuchsen.
Die Zylinderköpfe, die ebenfalls aus einer Aluminuim-Legierung
bestehen, beherbergen zwei Nockenwellen, die von einer Duplex-Kette
angetrieben werden. Während Ende der sechziger Jahre die meisten
Motoren noch mit einer untenliegenden Nockenwelle und Kipphebeln zur
Ventilbetätigung auskommen mußten, so wurden bei Alfa die
Ventile direkt über Tassenstößel betätigt, was
wiederum sehr hohe Drehzahlen ermöglichte.
Der Kraftstoff wurde in den Anfangsjahren
der Giulia noch durch Einfachvergaser zugeführt, mit der Einführung
der Giulia Super wurde erstmals bei Alfa eine Limousine serienmäßig
mit zwei Doppelvergasern bestückt. Alternativ wurden diese von
Weber, Dellorto oder Solex geliefert.