Das
Stadtwappen Mailands ist Bestandteil des Alfa Romeo Logos
Symbol der tiefen Verbundenheit der Marke mit ihrer Heimatstadt
Kaum einer anderen Automobilmarke sind Menschen so leidenschaftlich
verbunden, wie Alfa Romeo. Die italienische Traditionsmarke weckt nicht
nur in waschechten Alfisti das „cuore sportivo“. Gründe
dafür gibt es viele: das unvergleichlich dynamische Design, faszinierende
Motoren, anspruchsvolle Technik, eine leidenschaftliche Motorsportgeschichte
und legendäre Modelle sind nur einige. Dabei stets ein wichtiger
Aspekt ist der Wiedererkennungswert einer Marke. Und genau diesen prägt
neben den charakteristischen Designmerkmalen nichts so nachhaltig wie
ein durch alle Zeiten getragenes Markenzeichen. Viele haben das weltbekannte,
runde Alfa Romeo Emblem vor Augen, doch was es bedeutet, und dass es
seit fast einem Jahrhundert nahezu unverändert genutzt wird, wissen
nur wenige.
Angefangen hatte
alles 1910, als die Marke Alfa Romeo – damals schlicht Alfa, für
„Anonima Lombarda Fabbrica Automobili“, zu deutsch Lombardische
Automobilfabrik Gesellschaft – in Portello, einem Bezirk Mailands,
gegründet wurde. Zeitgleich musste ein Firmenlogo her. Und dabei
bediente man sich kurzer Hand dem Stadtwappen der lombardischen Finanz-Metropole,
um so auch die tiefe Verbundenheit zur Heimatstadt zu zeigen.
Für das Firmenlogo
wurden sodann zwei tragende Elemente des Wappens übernommen. In
der Mitte des Emblems befindet sich nämlich links das rote Kreuz
auf weißem Untergrund. Im Alfa Romeo Logo rechts daneben befindet
sich „Il Biscone“, die grüne Drachenschlange mit goldener
Krone.
Seit der Markengründung
durchlief das Logo einige dezente Modifikationen. So entfiel in den
Siebzigern der untere Schriftzug „Milano“, Anfang der Achtziger
verschwand der 1925 zu Ehren des ersten Grand-Prix-Weltmeistertitels
für Alfa Romeo eingeführte Lorbeerkranz. Das Mailänder
Stadtwappen darin blieb allerdings fast unangetastet. Die historischen
Wurzeln des Markenlogos strahlen somit unverändert. Und das ist
es, was eine echte Traditionsmarke ausmacht.
Das Kreuz:
Das rote Kreuz auf weißem Grund ist ein Symbol, das eng mit der
Geschichte der Heimatsatdt von Alfa Romeo, Mailand, verbunden ist. In
der italienischen Geschichtsschreibung tauchen die Farben erstmals 1045
auf. Voraus gingen erbitterte Kämpfe zwischen lombardischen Bauern
und Bürgern auf der einen und dem mailändischen Adel auf der
anderen Seite. Der Friedensschluss wurde durch die Vereinigung der beiden
Farben weiß (Adel) und rot (Bauern und Bürgertum) symbolisiert.
Seit dem 12. Jahrhundert ist das rote Kreuz Teil des Stadtwappens und
schmückte zahlreiche Rüstungen und Schilde von Christen, die
sich im Rahmen der mittelalterlichen Kreuzzüge auf den Weg in das
Heilige Land machten.
Die Schlange:
„Il Biscone“ ist ebenfalls ein Bestandteil des Mailänder
Stadtwappens und ziert verschiedene Gebäude der Stadt. Sie fungiert
seit dem Jahr 1111 als Wappentier der in Handel, Politik und Kirche
einflussreichen Familie Visconti. Ursprünglich schmückte dieses
Tier das Schild eines Sarazenenfürsten, der jedoch in der Zeit
der Kreuzzüge sein Leben verliert. Ottone, das Oberhaupt der Viconti-Familie,
bringt die gekrönte Schlange, die gerade ein Kind verschlingt)
im Jahr 1099 nach Mailand.
Das Band
Das Kreuz und die Schlange auf hellblauem Grund werden umschlossen von
einem dunkelblauen Band. Der Firmenname A.L.F.A. – beziehungsweise
ab 1919 „ALFA- ROMEO“ – steht in der oberen Hälfte.
In der unteren Hälfte beinhaltet den Namen „Milano“,
des traditionellen Firmensitzes des Unternehmens. Erst 1972, als mit
dem im süditalienischen Pomigliano d´Arco gefertigten Alfasud
ein Alfa Romeo aus einem weiteren Produktionsstandort auf den Markt
kommt, verschwindet die Nennung der Mutterstadt aus dem Logo. Bis zum
zweiten Weltkrieg werden die beiden Bezeichnungen von goldenen Knoten
des Savoyer Königshauses verbunden. Mit dem Ende des Krieges und
der Monarchie in Italien treten stilisierte Wellenlinien an die Stelle
der Knoten – bis 1972. In den 30er Jahren verlassen übrigens
auch – aus steuerlichen Gründen – Fahrzeuge das Werk,
die statt Mailand die Stadt Paris im Schilde führen.
Gold und Lorbeer:
Das Emblem ist seit jeher goldfarben eingefasst. Traditionell symbolisiert
dieser Farbton Treue, Qualität und Langlebigkeit. Ursprünglich
entsteht es golden scheinendem Messing und trägt emaillierte Buchstaben
und Flächen. Mit dem Gewinn des ersten Weltmeistertitels 1925 schmückt
sich das Logo dann jedoch mit einem prunkvollen, goldenen Lorbeerkranz.
Nach dem Krieg fällt der Lorbeerkranz etwas schlichter und unauffälliger
aus. Er bleibt selbst in der Zeit, als das Emblem aus kostengünstigem
Kunststoff gefertigt wird, bis 1983 Bestandteil des Logos. Mit der neuerlicher
Überarbeitung des nun in einem Messing-Kunststoff-Mix gefertigten
Markenzeichens ist jedoch auch der Lorbeer wieder verschwunden.
www.alfaromeo.de